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Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional

Johannes Eber, IT-Journalist und Blogger | 3/9/2013 | 18 Kommentare

Johannes Eber
Der Umsatz mit Hightech-Produkten und Dienstleistungen steigt in Deutschland weiter überproportional. Wie der Branchenverband Bitkom auf der Messe Cebit in Hannover mitteilte, steigt der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Jahr 2013 voraussichtlich um 1,4 Prozent auf 153 Milliarden Euro.  “Damit wächst der ITK-Markt erneut deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft”, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Die Folge: Auch die Zahl der Arbeitsplätze nimmt zu. Im laufenden Jahr soll laut Bitkom erstmals mehr als 900.000 Menschen in der Branche beschäftigt sein. Bis zum Ende des Jahres 2013 sollen es 907.000 sein. “Die Hightech-Branche ist damit neben dem Maschinen- und Anlagenbau der einzige Industriesektor, der in Deutschland mehr als 900.000 Arbeitsplätze bietet”, sagte Kempf.

Die einzelnen Teilbereiche der Hightech-Branche entwickeln sich allerdings unterschiedlich.

Der Bereich Informationstechnik werde um 2,2 Prozent auf 75 Milliarden Euro wachsen. Und dies, obwohl der Hardware-Markt um 0,3 Prozent auf 21 Milliarden Euro schrumpfe. Grund: Der Umsatz für Desktop-PCs und Notebooks nimmt ab. Und zwar weil sowohl die Nachfrage als auch die Preise sinken. Dagegen boomt laut Bikom der Verkauf von Tablet Computern. Hier wird ein Umsatzanstieg um rund 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro erwartet. „Mit Tablets wird in diesem Jahr erstmals genau so viel Umsatz erzielt wie mit Desktop PCs“, so Kempf.

Deutlich wachsen soll auch der Umsatz im Bereich Beratung und Outsourcing und zwar um 2,5 Prozent auf 36 Milliarden Euro.

Das stärkste Wachstum verzeichne allerdings erneut der Softwarebereich, so der Branchenverband Bitkom, der um knapp 5 Prozent auf fast 18 Milliarden Euro zulegen werde. Für das Wachstum bei Software und Services spiele Cloud Computing eine wichtige Rolle. Allein bei Cloud-Lösungen für Geschäftskunden erwartet der Bitkom in diesem Jahr ein Umsatzwachstum um 53 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. 2016 sollen es bereits 13,7 Milliarden Euro sein.

Für den Teilbereich Telekommunikation geht der Verband von einem Wachstum in 2013 von 1,3 Prozent auf 66 Milliarden Euro aus. Gegensätzliche Entwicklungen gibt es bei den Unterbereichen Endgeräte und Telekommunikationsdienstleistungen. Auf der einen Seite gebe es ein kräftiges Umsatzwachstum um 18 Prozent auf fast 10 Milliarden Euro bei den Endgeräten, auf der anderen Seite einen deutlichen Rückgang um 1,6 Prozent auf rund 50 Milliarden Euro bei den Telekommunikationsdiensten. „Das Plus bei den Endgeräten verdanken wir der ungebrochenen Nachfrage nach hochwertigen Smartphones“, sagte Kempf. Deren Anteil steigt weiter starkt an.

Waren 2009 nur 17 Prozent der verkauften Handys Smartphones, so werden es 2013 bereits 81 Prozent sein. Das befeuert auch den Umsatz mit mobilen Datendiensten. Sie werden in diesem Jahr voraussichtlich um 7 Prozent auf mehr als 9 Milliarden Euro zulegen. Gleichzeitig gehe das Geschäft mit mobilen Sprachdiensten um mehr als 8 Prozent auf rund 11,5 Milliarden Euro zurück. Kempf: „Ursache sind auch die scharfen Eingriffe der staatlichen Regulierungsbehörden. Seit Jahren sinken die Terminierungsentgelte im Inland und die Roaming-Gebühren im Ausland“, so Kempf. Dadurch würden den Unternehmen Mittel für dringend notwendige Investitionen in den Netzausbau entzogen.

Was die Unterhaltungselektronik angeht, so sei das Geschäft nach einer leichten Erholung im Sportjahr 2012 wieder rückläufig. Für 2013 wird ein Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 12 Milliarden Euro erwartet. „Gerade bei der Unterhaltungselektronik sehen wir schnell sinkende Preise für hoch innovative Produkte“, sagte Kempf. Der Trend in der Branche, von Flat-TVs bis Kompaktkameras, gehe zu einer Verbindung mit dem Internet. Wachstumsmarkt sei alles rund um das Connected Home.

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anja   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   4/12/2013 5:02:37 AM
Re: Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Darüber muss man sich ja wahrscheinlich gar nicht streiten. Eingespart werden muss doch überall. Unternehmen dafür fertig zu machen, finde ich komisch. Wir greifen im Supermarkt doch auch zum Angebot...
anja   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   4/12/2013 4:59:52 AM
Re: Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Dort Arbeitsplätze schaffen, finde ich gar nicht so verkehrt. Hier gibt es immerhin ein soziales Absicherungssystem, was Arbeitslose erstmal auffängt. In anderen Ländern Arbeitsplätze schaffen sollte echt nicht so verteufelt werden.
Kerstin D   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 1:12:54 PM
Re: Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Hier könnte es auch darum gehen, Bestimmte Arbeitsbereich outzusourcen, das muss für die Gesamtwirtschaft nicht unbedingt Arbeitsplatzverlust heißen. Hm, meistens aber wohl schon...
carmenreise   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 7:58:34 AM
Re: Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Wenn ein Bereich schon "Beratung und Outsourcing" heißt, finde ich, dass folglich irgendwo Arbeitsplätze eingespart, zumindest jedoch outgesourct werden sollen. Und letzteres bezieht ja häufig Billiglohnländer mit ein. 
Clifford   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 7:56:33 AM
Re: Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Oh, carmenreise, ich vermute, die Maschinen und Anlagenbauer verdrängen viel mehr andere Arbeiter als jene in der ITK Branche...
carmenreise   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 7:55:23 AM
Andere Arbeitsplätze fallen dafür weg
Wie viele Arbeitsplätze in anderen Branchen durch jene in der ITK Branche wegfallen, ist in der Bitkom-Studie wahrscheinlich nicht aufgeführt, wie? 
anja   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 7:51:38 AM
Re: 1,3 Prozent ist viel zu wenig!
Immerhin gibt es Wachstum. Das ist mehr als viele andere europäische Staaten von sich behaupten können. 
anja   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/31/2013 7:50:01 AM
Re: kein gutes Zeichen
Maschinen und Anlagen sind nicht für die Zukunft? ;)
Gerd   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/30/2013 1:36:37 PM
kein gutes Zeichen
Die High-Tech-Branche in Deutschland ist - was die Beschäftigung betrifft - immer noch kleiner als der Maschinen- und Anlagenbau. Das ist für ein Land, das zukunftsfähig sein will, kein gutes Zeichen.  
Gerd   Hightech-Branche in Deutschland wächst überproportional   3/30/2013 1:29:44 PM
iPhone ist Unterhaltung
Dass der Umsatz im Bereich Unterhaltungstechnik sinkt, ist schlicht dem technischen Fortschritt zu verdanken, nämlich dass heute ganz normale Tablets und Smartphones zum Unterhaltungsmedium aufgestiegen sind, vor allem dank hervorragender Apps. 
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