Xbox one: Microsoft verschiebt Verkaufsstart

Markus Henkel, Geodesist & IT Journalist | 8/17/2013 | 19 Kommentare

Markus Henkel


Microsoft verschiebt Verkaufsstart seiner Spielekonsole Xbox One in acht Ländern. Interessenten müssen sich nun wohl noch bis 2014 gedulden müssen, bevor sie auf der Konsole Spiele, Musik und Filme genießen können. Deutschland ist allerdings nicht betroffen. Und was bedeutet die Konsole für den Markt selbst.

Microsoft zieht seinen europaweiten Verkaufsstart an wenigen Fronten wieder zurück. Die Xbox One kommt in einigen europäischen Ländern später. Potentielle Käufer werden dort voraussichtlich bis 2014 warten müssen. Erst dann können sie Spiele, Musik und Filme genießen. Zunächst war der Start in insgesamt 21 Ländern geplant; die Redmonder rudern nun zurück und nennen insgesamt 13 Länder. Darunter sind unter anderem Deutschland, USA, Österreich, Großbritannien, Frankreich und Italien.

Was überrascht: Länder wie Russland, Niederlande und sogar die Schweiz müssen sich in Geduld üben. Die Auslieferung soll zwar so früh wie möglich erfolgen, aber einige Probleme bei der Lokalisierung etwa des Dashboards müssten noch gelöst werden. Warum die Lokalisierung allerdings in anderen Ländern reibungslos funktioniert, sagt Microsoft nicht. Mittlerweile ist auf dem Firmenblog zu lesen, dass auch weitere Länder erst 2014 in den Genuss der Konsole kommen: "We remain committed to launching Xbox One in Belgium, Denmark, Finland, Netherlands, Norway, Russia, Sweden, Switzerland, as soon as possible in 2014."

Die Linke stellt kleine Anfrage

Angeblich sind wohl auch Probleme mit den Sprachdateien sowie Applikationen der Grund für die Verschiebung auf 2014. Zuletzt geriet die Konsole in die Kritik, da es der NSA angeblich möglich ist, mit der Kinect 2.0 die Wohnzimmer der Kunden zu belauschen. Zuletzt fragte Die Linke in einer kleinen Anfrage: "Kann die Bundesregierung ausschließen, dass persönliche Daten von Nutzern in der Bundesrepublik Deutschland auf Xbox-One-Servern von Microsoft künftig im Rahmen von Prism oder anderen Überwachungsprogrammen von Geheimdiensten der USA oder anderer Staaten genutzt werden könnten?" – Dieses wurde zumindest schon von Microsoft verneint. Zudem hat der Konzern kürzlich verkündigt, dass die Gestensteuerung Kinect nicht Pflicht sei, um spielend die Konsole zu nutzen. Weitere Fragen wurden auf ign beantwortet. Die Pressestelle von Microsoft Deutschland verweist darauf, dass Funktionen wie die Spracherkennung und Gesichtserkennung in der neuen Xbox One lokal ablaufen werden.

Xbox One: Unterhaltungslandschaft in groß

Wirtschaftlich gesehen ist das Ökosystem Xbox One zu einer riesigen Unterhaltungslandschaft gewachsen. Doch Tablet und Smartphone könnten der Konsole den Rang ablaufen. Der Videospielemarkt hat sich zudem stark verändert; setzt vermehrt auf die genannten Endgeräte. In den Vereinigten Staaten ist der Umsatz mit Hard- und Software im vergangenen Jahr nach Angaben des Marktforschungsinstituts NPD Group um 22 Prozent gesunken.

Da kann ein universales Endgerät vielleicht hilfreich sein. Das Netzwerk Xbox-Live ist zwar kostenpflichtig, doch ist es im Gegensatz zur Konkurrenz von Sony stabil. Musik und Filme runden das Paket ab. Zusammen mit der Surface-Serie könnten in Zukunft auch mobile Endgeräte dauerhaft mit eingebunden werden. Und das die Konsole auch eine Rolle in Sachen Windows 8 und Apps spielt, haben wir hier beschrieben.

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