Patchday: Microsoft-Update schließt kritische Sicherheitslücken

Markus Henkel, Geodesist & IT Journalist | 6/14/2013 | 28 Kommentare

Markus Henkel


Microsoft hat im Rahmen seines Patchdays im Juni insgesamt fünf Sicherheitsupdates veröffentlicht. Einige davon sind sogar als kritisch eingestuft. Wenn die Updates nicht automatisch eingespielt werden, sollten Nutzer und Unternehmen spätestens jetzt diese bei sich auf die jeweiligen Rechner aufspielen, egal welche Windows-Versionen im Einsatz sind.

Microsoft hat seinen neusten Patchday veröffentlicht und von den Betriebssystemen XP bis Windows 8 noch einmal sicherheitstechnisch nachgebessert. Speziell Lücken im Internet Explorer, Versionen 6 bis 10, sollen mit dem Update endgültig geschlossen werden. Das Kumulatives Sicherheitsupdate für den Internet Explorer, Code MS13-047, beispielsweise behebt "neunzehn vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten, die unter anderem sogenannte Remotecodeausführung ermöglichen". Auf der hauseigenen Security-Seite der Redmonder kann man zudem nachlesen, welche Lücken geschlossen werden.

Adobe: Flashplayer wurde überarbeitet

Nicht kritisch, aber als "hoch" eingestuft: MS13-048. Laut Microsoft behebt das Update eine "vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit in Windows". Über sie konnten Hacker Informationen sammeln, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommen hat. Allerdings benötigt der Angreifer nach eigenen Angaben gültige Anmeldeinformationen und muss sich lokal angemeldet haben. Daher sind auch die anderen drei Patches lediglich als hoch deklariert. Das bedeutet, dass der Anwender sich zwar um die Sicherheitslücken kümmern sollte, sie derzeit aber noch keine unmittelbare Gefahr darstellen.

Auch das Office-Paket soll mit einem Update sicherer gemacht werden. So haben die Entwickler gleich noch einige Bugs entfernt, die unter anderem das Ausführen von Schadcode ermöglichten. Außerdem sollen Hacker es nun schwerer haben, einen Denial of Service-Angriff zu starten.

Insgesamt sprechen wir von 23 Schwachstellen, die mit dem Update behoben werden. In der Regel lädt Windows die Updates automatisch herunter, anschließend müssen Sie den Rechner einmal neu starten. Ebenfalls nicht unwichtig: Adobe hat seinen Flashplayer überarbeitet. Es empfiehlt sich, die von Adobe veröffentlichte Flash-Version umgehend zu installieren, um den Computer zu schützen. So stehen bei Hackern Flash-Lücken traditionell hoch im Kurs. Wer keinen Google Chrome nutzt, der Player aktualisiert sich automatisch, schaut sich direkt bei Adobe um.

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