Office 365: Microsoft denkt zunächst an die Privatanwender

Charlotte Erdmann, Chefredakteurin | 1/30/2013 | 24 Kommentare

Charlotte Erdmann


Das neue Office ist da. Dabei verfolgt Microsoft einen erweiterten Ansatz bei der Arbeit mit Word, Excel oder Outlook. Nutzer haben die Wahl, das Paket (Office 2013) wie gewohnt für einen Rechner zu kaufen oder die Programme mit Cloud-Anbindung (Office 365) als Service zu abonnieren.

Office 365 Home Premium beinhaltet die Programme Word, Excel, PowerPoint und OneNote, darüber hinaus auch Outlook, Access und Publisher. Durch das Abonnement verfügen die Anwender automatisch immer über die aktuelle Office-Lösung auf ihrer Festplatte - im Gegensatz zu Google Apps - oder unterwegs via Office on Demand. Bei Office on Demand läuft auf dem lokalen System das Office in einer virtuellen Umgebung. Beim Beenden der Sitzung wird die virtuelle Umgebung geschlossen und das Office mit sämtlichen Daten verschwindet wieder vollständig vom System. Die Privatsphäre bleibt damit auch beim Nutzen des neuen Office auf fremden Computern vollständig erhalten.

Ein weiteres Plus der Abo-Edition: 60 Minuten Skype pro Monat und zusätzliche 20 Gigabyte SkyDrive Speicher in der Cloud. Voraussetzung ist die Anmeldung über ein Microsoft-Konto wie hotmail.de, outlook.com oder live.de.

Neben Skype bleibt der Anwender über die Einbindung von Facebook und anderen sozialen Netzwerken in Outlook mit seinen Freunden verbunden, verfolgt jederzeit Statusmeldungen via Kontaktkarte, sieht Videos oder gerade veröffentlichte Fotos.

Zudem haben die Entwickler das neue Office für die Bedienung mit dem Touchdisplay optimiert, sodass eine Bearbeitung der Dokumente unterwegs auf Tablet oder Smartphone möglich ist. Sitzt der Anwender hingegen zuhause an seinem Schreibtisch, kann er wie gewohnt mit Tastatur und Maus seine Dokumente und Tabellen bearbeiten.

Home kommt vor Business

Der Preis: Das Neue Office 365 kostet im Jahresabonnement 99 Euro oder 10 Euro pro Monat. Der Service beinhaltet die Nutzungsrechte für bis zu fünf Endgeräte, für Laptops, Tablets und Smartphones, sowohl für Windows- als auch Mac-Umgebungen. So können Anwender mit Office 365 Home Premium ein Dokument auf dem Notebook erstellen, im Webbrowser ergänzen, auf dem Tablet korrigieren und per Smartphone versenden – ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sie die Datei physisch dabei haben und ob Office installiert ist.

Wer dagegen nur ein Gerät mit Office nutzen möchte, kann auch weiterhin Office als Office Home & Student 2013 (139 Euro), Office Home & Business 2013 (269 Euro) und Office Professional 2013 (539 Euro) kaufen. Alle Preise im Überblick.

Etwas überraschend hat Microsoft zur Zeit nur Office 365 Home Premium und University freigegeben. Business-Anwender müssen sich noch bis zum 27. Februar gedulden, bevor auch für Unternehmen und Organisationen Office 365 mit neuen Funktionen zur Verfügung steht. Ab diesem Zeitpunkt können Firmen zwischen drei verschiedenen Ausgaben wählen: Office 365 Small Business Premium richtet sich an Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern. Es entspricht vom Umfang her Office Home & Business 2013. Office 365 Midsize Business sowie Enterprise & Government sind für Firmen mit bis zu beziehungsweise ab 250 Mitarbeiter gedacht.

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