Dell empfiehlt Windows 8.

Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface

Markus Henkel, Geodesist & IT Journalist | 8/16/2013 | 21 Kommentare

Markus Henkel
Microsoft will sein Surface in eine bessere Marktposition bringen und startet eine Vertriebsoffensive. So sollen professionelle Kunden die Surface-Familie künftig über autorisierte Systemhäuser beziehen. Die Serviceleistungen der einzelnen Häuser sollen laut Microsoft in den Vordergrund rücken. Damit soll vor allem das Tablet selbst verstärkt für Unternehmen attraktiv werden.

Das Geschäft mit der Surface-Familie soll endlich in Schwung kommen. Kostspielige Abschreibungen sollen der Vergangenheit angehören. Das hat Microsoft offiziell verkündet. Professionelle Kunden sollen Geräte aus der Surface-Familie künftig über autorisierte Systemhäuser beziehen können, sagte Microsoft-Manager Oliver Gürtler. Speziell die Serviceleistungen sollen dem Käufer zu Gute kommen - auch nach dem Kauf. +

Service rückt wieder in den Fokus

Denn über die Servicehäuser könnten Serviceleistungen erbracht werden, die Microsoft selbst nicht leisten könne. "Unser Ziel ist es, das Windows-Tablet zur Nummer eins im Business-Umfeld zu machen", sagt Gürtler weiter. Zu den zusätzlichen Leistungen sollen beispielsweise speziell auf den Kunden zugeschnittene Zusatz-Garantieleistungen sowie eine auf die jeweilige Umgebung angepasste Anpassungen der Geräte und ein Vor-Ort-Service gehören. Letzterer beschreibt demnach auch die persönliche Beratung. Für Kunden nicht unwichtig.

Klar, Microsoft ist derzeit im Business nicht wegzudenken. Egal ob Cloud-Dienste und allgemeine Office-Anwendungen. Und ja, ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass in Sachen Business Microsoft tatsächlich weit vor Google und Apple liegt. Dennoch, Microsoft sucht aktuell seinen Platz, die Sitzordnung ist dank der starken Konkurrenz durcheinander geraten. Zudem mussten die Redmonder zuletzt mit Rabatten und anderen Vergünstigungen um sich werfen, um ihre Tablets nicht aus dem Blick zu verlieren. In Deutschland gab es dagegen weniger Rabattaktionen.

Laut einer offiziellen Mitteilung nahm der Konzern bisher insgesamt 853 Millionen US-Dollar mit den Geräten ein, musste allerdings 900 Millionen US-Dollar auf den Wertverlust nicht verkaufter Geräte abschreiben. Und nebenbei: Das Marketing fraß fast dieselbe Summe. Dass nun auch noch einer der großen Hardwarehersteller umschwenkt, passt dem Softwareriesen überhaupt nicht. So kündigte Acer an, weniger auf Windows 8 zu setzen. Es solle in Zukunft mehr auf Chromebooks sowie Android gesetzt werden. Mittlerweile arbeitet Nvidia bereits an der zweiten Generation der Surface-Serie.

Dass das Tablet und die Idee dahinter über ein enormes Potenzial verfügt, beschreibe ich hier.

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carmenreise   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/30/2013 1:44:45 PM
Re: Vertriebsproblem?
Nach dem Motto "Wir sind auf eurer Seite" und "ihr habt ja recht"? Hindert trotzdem den Gedanken nicht, dass das ziemlich dumm war.
carmenreise   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/30/2013 1:43:33 PM
Re: Mich wundert’s nicht
Ja, andererseits war das vielleicht auch Absicht. Mal schauen, was die Nutzer dazu sagen. Dagen spricht natürlich, dass so viel produziert wurde, dass sie die Dinger jetzt nicht loskriegen.
carmenreise   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/30/2013 1:42:23 PM
Re: Mich wundert’s nicht
Ui, das ist aber auch diskriminierend, Du findest das Gerät so schlecht, aber die armen Kinder in Afrika sollens nehmen?
Karl Less   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/27/2013 6:02:38 AM
Re: Vertriebsproblem?
Naja, Microsoft hat auf der Pressekonferenz nur ausgeprochen, was das Urteil des Käufers war. Es war freilich nie ihr Wunsch und auch nicht die (zumindest kommunizierte) Erwartung gewesen, mehr zu produzieren als sich verkaufen lässt. 
Karl Less   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/27/2013 6:00:59 AM
Re: Mich wundert’s nicht
Was mich wundert: Das man bei Microsoft nicht gewartet hat, bis das Produkt ausgereift war. Vermutlich war der (Aktionärs-)Druck so groß, endlich auch mit einem eigenen Tablet auf den Markt zu kommen. Die Tatsache, dass eine der weltgrößten Technikfirmen es nicht schafft, ein konkurrenzfähiges Produkt zu veröffentlichen, zeigt auf der anderen Seite, was Apple geleistet hat.  
Karl Less   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/27/2013 5:58:57 AM
Re: Mich wundert’s nicht
Harte Worte, aber ich kann die unterstreichen. Und weil das wohl auch die Aktionäre tun, muss Herr Ballmer jetzt gehen. 
Oliver Roman   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/23/2013 9:22:40 AM
Mich wundert’s nicht
Mich wundert's nicht, dass diese Geräte nicht gekauft werden. So viele Ideen es im Zusammenhang damit auch geben mag – es ist nur ein Abklatsch, nicht originell, nicht schöner oder besser oder deutlich leistungsfähiger als die Konkurrenz. Ein Produkt, das die Welt nicht will. Ich bin nicht davon überzeugt, dass eine Vertriebsoffensive daran etwas zu ändern vermag. Mein Rat an Microsoft: Verschenkt diese Geräte in Ländern, deren Bürger sie sich nicht leisten können, und macht euch endlich eigene gute Gedanken für innovative Produkte.
Gerald Erdmann   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/22/2013 4:51:58 PM
Re: Vertriebsproblem?
Microsoft selbst hat gesagt, dass sie zu viele Geräte produziert und zu wenig verkauft haben. Letzte Quartalszahlen ... 
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Thomas Arrlieb   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/22/2013 4:47:17 PM
Re: Vertriebsproblem?
Woran oder wie sieht man, wieviele Produkte noch auf Halde liegen? Oder meinst du das gar nicht quantitativ?
Gerald Erdmann   Microsoft startet Vertriebsoffensive für das Surface   8/22/2013 4:04:17 PM
Re: Vertriebsproblem?
Zitat: "Das iPad könnte sicherlich billiger sein, oder?" Klar, billiger geht immer. Man kann es auch wie Amazon machen und die Geräte unterm Einkauf zu verkaufen. Die Kunst ist es, Produkte so teuer wie möglich zu verkaufen, um den Gewinn zu maximieren, und so billig wie möglich, um die produzierten Geräte alle zu verkaufen. Und das beherrscht Apple ziemlich gut. Microsoft muss da noch lernen, wenn man sieht, wieviele Produkte noch auf Halde liegen ....
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