Microsoft will externen Akku für Surface Pro anbietenMarkus Henkel, Geodesist & IT Journalist | 2/9/2013 |
Das Surface Pro von Microsoft ist noch nicht lange auf dem Markt, und doch reagiert der Konzern aus Redmond bereits auf erste Kritik. Denn nach ersten Tests kommt speziell der schwache Akku nicht gut weg. Microsoft will nun nachbessern und einen externen Ersatz-Akku anbieten.
Der Autor Walt Mossberg von AllThingsD hat in seinem Surface-Pro-Test speziell den Akku kritisiert. "Es sei zu hungrig auf Energie", so der Autor. In der Praxis hält das Surface Pro lediglich 5,5 Stunden, ohne Filme und anderen akkuzerrenden Anwendungen. Das iPad 4 dagegen hält beispielsweise fast drei Stunden länger durch. Auch die Kollegen von engadget.com kritisieren die schwache Energieverwaltung. Sie kommen sogar auf nur knapp vier Stunden Akku-Leistung. Wired bringt es schließlich auf den Punkt: "Don't call it a tablet." Mit seinem Core-i5-Prozessor und der verbauten HD-4000-Grafik arbeitet es halt auf dem Niveau eines aktuellen Notebooks. Sei es drum. Microsoft hat sich angeblich die Kritik zu Herzen genommen und will schnellstens mit einem externen Akku nachbessern. Im Rahmen einer Reddit-Fragerunde hat ein Microsoft-Ingenieur bereits erste Andeutungen durchsickern lassen. Demnach arbeitet der Software-Konzern an einer externen Lösung – Details sind allerdings noch nicht bekannt. Ein externer Akku wäre zumindest eine Lösung, um dem Nutzer ein längeres Arbeiten zu ermöglichen. Aber auch so rudert Microsoft zurück. Der Chef der Surface-Geräte Panos Panay beschreibt seine Geräte bereits als das beste Notebook seiner Klasse. Von Tablet ist keine Rede mehr. "Wir wollten das halt in Form eines Tablets anbieten." Ok, aber hätte man das nicht gleich so kommunizieren können? Egal wie das Gerät in Zukunft modifiziert wird. Microsoft wird in Sachen Akku nachbessern müssen. Das Tablet muss Leistung verlieren oder zumindest andere Hardware erhalten. Der Nutzer benötigt heutzutage noch keinen Notebook-Ersatz als Tablet. Die Redmonder sind gut beraten, sich für eine Schiene zu entscheiden. Entweder mehr Tablet und mehr Akku oder einfach nur Notebook und mehr Leistung. Beides zu vermischen scheint für die Entwickler noch eine Nummer zu groß zu sein. Der Business-Sektor mag vielleicht sogar genau andersherum denken? Akku wird das Kernproblem der IT-IndustrieDabei ist die Problematik Akku nicht neu. Die gesamte IT-Sparte quält sich seit Jahren, nur um einige Minuten mehr Akku-Laufzeit aus den eigenen Geräten herauszuschlagen. Smartphones sowie Tablets halten bei voller Belastung nur wenige Stunden. Eine Steckdose muss am Tag mindestens einmal aufgesucht werden. Unternehmen arbeiten bereits daran, das Problem einzudämmen. Entweder mehr Leistungsaufnahme oder noch sparsamere Hardware - der Zenit ist dabei schon längst erreicht. Und das, obwohl bereits 2009 darüber berichtet wurde, dass Nokia an einer Studie arbeitet, die das Aufladen des Akkus überflüssig macht. Mobile Geräte sollen sich, angeblich via elektromagnetischer Energien umliegender Mobilfunkantennen und WLAN-Sender, selbst aufladen. Überraschung: Kürzlich meldete sich dahingehend auch Apple und ließ sich kurzerhand das Patent dafür zuschreiben. Ob jenes allerdings greift, bleibt abzuwarten. Denn auch Fujitsu hat bereits diese neue Technik ins eigene Portfolio aufgenommen. Kommentieren | Drucken | RSS
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