Microsoft-Patch: Sicherheitslücke im IE bleibt offenMarkus Henkel, Geodesist & IT Journalist | 1/10/2013 |
In der Vergangenheit hat Microsoft so vieles richtig gemacht. Neben der Einführung von Windows 8 und dem Tablet RT, haben die Redmonder auch die Sicherheit bei den Windows-Versionen verbessert. Doch ein Kandidat fällt dabei mal wieder aus der Reihe. Die Sicherheitslücke im Internet Explorer 6, 7 und 8 ist trotz Patch weiter offen. Ein Wechsel auf die Version 9 ist daher ratsam.
Nein, nein und nochmals nein. Ich will Microsoft nicht allein die Schuld geben. Doch muss halt in erster Linie der Anbieter dafür sorgen, dass sein Produkt sicher ist. In diesem Fall dreht sich zwar alles um die älteren Varianten des Internet Explorers, dennoch sah sich Microsoft gezwungen zum Handeln. Und das Unternehmen handelte, doch leider nicht zielstrebig genug. Denn der von Microsoft bereitgestellte Sicherheitspatch, der die aktuelle Sicherheitslücke der Versionen 6, 7 und 8 stopfen sollte, agiert wie ein Blindgänger. Nach ersten Angaben von Exodus Intelligence blockt die Lösung nicht alle Möglichkeiten, erkannte Schwachstelle im Browser auszunutzen. Hacker können auch weiterhin besagte Lücke verwenden, um über eine manipulierte Webseite Schadcode auf das System einzuschleusen. Bis dahin soll man den aktuellen Patch, sollte er installiert worden sein, wieder deinstallieren und auf die finale Version warten. Microsoft selbst schweigt sich bisher zum Thema aus. Warum die Entwickler nur halbherzig ein Patch entwickelten, bleibt schleierhaft? Wahrscheinlich ist aber, dass niemand mehr damit gerechnet hat, dass die Lücke weiterhin sich so einer Beliebtheit erfreut. Als es dann wieder „digital“ brannte, kamen die Sicherheitsspezialisten nicht mehr hinterher - „schnell“ siegte gegen „geprüfte Qualität“. Bis zum Erscheinen des absichernden Patch-Updates, sollten Nutzer der beschriebenen Browser-Varianten das Sicherungstool EMET nutzen - oder gleich auf IE 9 umsteigen. Ab Version 9 ist die Sicherheitslücke nicht mehr gegeben. Mit dem kostenlosen "Enhanced Mitigation Experience Toolkit", kurz EMET von Microsoft, können Anwender ohne einen Browser-Wechsel ihre Programme im Allgemeinen selbst absichern. Mein FazitMicrosoft muss die alten Browser endlich verschwinden lassen und zudem die Entwickler von ebenfalls gefährdeter Software aus dem Windows-Programm ausschließen. Darunter würden dann auch die Unternehmen fallen. Auch wenn es schwer fällt. Doch es wird Zeit, nicht mehr zu offen zu denken - zumindest bei älterer Software. Das Problem ist, dass man beispielsweise im Falle von Windows 7 von einer sicheren Software ausgehen kann. Doch viele Programme von Externen, das sind in der Regel die meisten auf dem Rechner, nutzen die im Windows-System angebotenen Security-Funktionen nicht. Die Männer und Frauen aus Redmond haben an ihrer Software schwer geschuftet, Verbesserungen sind klar zu erkennen. Die Mehrheit ist seit Windows 7 begeistert. Dennoch, einige Kinderkrankheiten sollten endlich vom Radar verschwinden. Kommentieren | Drucken | RSS
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