Dell empfiehlt Windows 8.

Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform

Michael Hülskötter, IT-Journalist und Techblogger | 11/12/2012 | 7 Kommentare

Michael Hülskötter
Microsoft hat es sich viel zu lange angesehen, dass Apple und Google den Tablet-Markt unter sich aufteilen wollen. Doch damit ist jetzt endlich Schluss: Redmond bringt mit Windows 8 sein erstes Tablet-taugliches Betriebssystem auf den Markt. Und das ist auch gut so!

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag das iPad, aber neben dem Apple-Tablet und diversen Android-Geräten ist noch genug Platz für eine dritte Plattform, die sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Und dieses Potenzial hat Windows 8 allemal.

Arbeit und Spaß verschmelzen

Denn mit den neuen, touch-tauglichen Geräten wie dem Microsoft Surface wird eine Vision wahr: das Verschmelzen von Spaß und Arbeit auf einem einzigen Gerät. So könnten die angekündigten und bereits verfügbaren Tablet-PCs die nächsten Verkaufsschlager werden. Ausgestattet mit einem Betriebssystem, das von Anfang an auf Spaß einerseits und Arbeit andererseits ausgerichtet ist, richtet sich Microsoft mit Windows 8 nicht nur Privatanwender, sondern erreicht auch Business-Kunden, die von Ultrabooks begeistert sind und die dank der Touch-Fähigkeiten von Windows 8 zum ersten Mal die Welt der berührungsempfindlichen PC-Bedienung erleben.

Allerdings wird es wohl noch ein wenig dauern, bis die großen Unternehmen auf das neue System umsteigen werden. Das belegt alleine die große Zahl an Windows XP-Installationen, vor allem in größerem Firmen. IT-Administratoren dürften allerdings aufatmen, dass endlich kein iPad mehr in ihr Netzwerk eindringen will, sondern Windows-Tablets, von denen sie mehr verstehen und die obendrein noch schick aussehen und sich mit den Fingern bedienen lassen.

Und dass Windows 8 auf Tablets ein Erfolg werden kann, lässt sich anhand des fast schon gigantischen Modellaufgebots erahnen. Denn alles, was in der IT-Branche Rang und Namen hat - also Acer, Asus, Dell, Lenovo, Microsoft, Samsung & Co. - wartet mit einem oder mehreren Geräten auf, die sich mit den Fingern bedienen lassen und auf denen Windows 8 zum Einsatz kommt. Denn keiner der großen PC-Hersteller lässt es sich nehmen, vom Tablet-Kuchen ein möglichst großes Stück abhaben zu wollen. Selbst Microsoft will mit seinem Surface-Tablet ganz vorne dabei sein.

Bedienbarkeit überzeugt

Sei's, wie es sei: ich war für lange Zeit überzeugter iPad-Anwender, doch seit Erscheinen von Windows 8 bin ich in meinen Grundfesten erschüttert und frage mich, wie ich es bisher ohne ein Windows 8-Tablet ausgehalten habe. Okay, ganz so schlimm ist es zwar noch nicht, aber die Bedienbarkeit und Handhabung dieser Geräte überzeugt mich.

Darüber hinaus scheint alles in sich stimmig zu sein: mit dem Microsoft-Konto erweckt man Windows 8-Tablets aus dem Stand zum Leben und hat SkyDrive, Office, Facebook, Twitter, E-Mail und weitere Anwendungen binnen Minuten auf seinem Tablet eingerichtet. Und mit der Xbox-Liaison hat Microsoft mit Windows 8 sogar eine ganze Spielegemeinde im Visier, die einem Tablet bis dato sicherlich wenig Chancen gegeben haben. Und wenn Microsoft es dann noch schafft, nützliche Apps in den Windows Store zu bringen, dann könnte es das Unternehmen aus Redmond, wirklich schaffen, den Tablet-Markt gehörig aufzumischen.

Allerdings, und da gehe ich mit Microsoft gar nicht konform, müssen die Kunden vernünftig darüber aufgeklärt werden, dass Windows 8 nicht gleich Windows 8 ist. Denn mit dem ganz neuen Ansatz, Windows auf Rechnern installieren zu können, in denen entweder ein Intel- oder ein ARM-Prozessor zum Einsatz kommt, dürfte die ein oder andere Überraschung programmiert sein. Denn die Erkenntnis dürfte für den ein oder anderen eingefleischten Windows-Anwender ziemlich schmerzhaft sein, dass sich seine Lieblingsanwendung nicht auf dem Surface RT installieren lässt. Hoffentlich hat Microsoft dann die richtigen Antworten parat.

Michael Hülskötter ist Autor des Buches "Windows 8 auf Tablet-PCs", erschienen im Verlag Markt und Technik.

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anja   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/30/2012 12:07:37 PM
Re: Arbeit und Spaß
Wenn das Betriebssystem alleine schon so viel Spaß macht, dass es Spiele überflüssig macht - z.B. - ist das doch ideal. Dann wird die Arbeit zum Vergnügen;) Was ja sowieso das Ziel wäre: mit, was Spaß macht, Geld verdienen. (Naja, ich gebe zu, das ist recht kurz gedacht. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen..)
Oliver Roman   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/27/2012 5:26:39 PM
Re: Arbeit und Spaß
Hm … Gib einem Spieler ein Spiel, und er wird spielen. Gib ihm keines, und er wird möglicherweise arbeiten … ;o) Im Prinzip bin ich auch sehr für Motivation durch Freude, doch ob das vom Betriebssystem ausgehen muss, weiß ich nicht.
anja   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/27/2012 3:16:34 PM
Re: Arbeit und Spaß
Ich denke, es ist besser den für-sich-arbeitenden mit Spaß zu motivieren und einen Rechner an die Hand zu geben, der auch Spaß machen kann. Der mündige Arbeiter sozusagen wird dann auch mehr Spaß an der Arbeit haben.
Oliver Roman   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/27/2012 8:51:53 AM
Re: Arbeit und Spaß
Arbeit und Spiel – beides braucht Zeit. Die mir bekannten Unternehmer legen Wert darauf, dass während der Arbeitszeit gearbeitet wird; wer spielen will, soll das in seiner Freizeit tun. Gleichzeitig kenne ich keinen Rechner, auf dem sich nicht auch spielen lässt: Menschen sind da sehr erfinderisch ...
Gerald Erdmann   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/26/2012 4:46:02 AM
Re: Arbeit und Spaß
Wohl war. Die vielen Animationen – egal auf welcher Plattform – sind zwar nett anzusehen, doch oft behindert die viertel Sekunde den Arbeitsfluss imens. Weniger ist manchmal mehr ...
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Kilby   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/15/2012 10:00:39 AM
Arbeit und Spaß
Ich habe nichts dagegen, wenn die Arbeit auch Spaß macht, aber in meiner Erfahrung wird die Arbeit eher gehindert, wenn der Rechner zu viele Spaßmacher darauf hat. Wenn es reichlich an einstell- bzw. bespielbares Schnickschnack gibt, wird man von der eigentlichen Zweck eines Arbeitsrechners nur abgelenkt.
Gerald Erdmann   Windows 8: Genug Platz für eine dritte Plattform   11/13/2012 9:16:17 AM
Windows nicht gleich Windows
"müssen die Kunden vernünftig darüber aufgeklärt werden, dass Windows 8 nicht gleich Windows 8 ist." Und genau das ist wohl das Problem. Wie einmal hat Microsoft es nicht geschafft, eine vernünftige Strategie sich zu überlegen, das Produkt zu verkaufen. Der Kunde ist verwirrt und kauft nicht. Seit Jahren ist die Lizenzwesen von Microsoft so kompliziert, so dass man ein Abendstudium dafür braucht. Was soll das? Warum muss sich der Kunde dem Produkt anpassen, warum nicht umgekehrt!?!
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