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Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter

Christoph Strobel, Chef vom Dienst | 8/26/2013 | 33 Kommentare

Christoph Strobel
Cloud Computing ist auf dem Vormarsch. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco und der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Vor ein paar Monaten hätte diese Nachricht sicher niemanden überrascht. Vor dem Hintergrund der Überwachungsaktivitäten internationaler Geheimdienste und der Datenunsicherheit war eine Neubewertung nun aber angebracht.

Laut der Studie werden die Anbieter von Internet Services und Anwendungen ihren Umsatz bis 2016 voraussichtlich auf etwa 9,6 Milliarden Euro steigern. Bei einem Volumen von heute rund 3,7 Milliarden Euro entspricht das einem Gesamtwachstum von mehr als 150 Prozent oder 37 Prozent im Jahr.

Der Grund für die Hochkonjunktur in diesem Bereich: Immer mehr Unternehmen außerhalb der Internetbranche entdecken die Vorteile internetbasierter Services für sich. So gewinnt vor allem das Segment Cloud Computing in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung. "Die Akzeptanz der ausgelagerten Datenverarbeitung wächst und die Nutzung wird komfortabler: Immer mehr Apps auf mobilen Endgeräten greifen auf Cloud-Dienste zu", erklärt Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco. "Das ist einer der Gründe für das fantastische Wachstum in diesem Bereich."

Krise als Wettbewerbsvorteil

Selbst die aktuelle Datenschutz-Affäre wird den Konjunkturschub der deutschen Internetwirtschaft wohl nicht ausbremsen. Summa beurteilt die Lage optimistisch: "Für die deutschen Anbieter kann das sogar zum Wettbewerbsvorteil werden, da sie schon jetzt mit besonders hohen Sicherheitsstandards arbeiten.“

Auch andere Branchenexperten und Analysten sehen keinen Grund zur Beunruhigung, im Gegenteil: Dieter Kempf, Präsident des ITK-Branchenverbands Bitkom erwartet, dass der Markt für Cloud Computing weiter wächst: "Wir können derzeit aber nicht sagen, ob sich das zu Jahresbeginn prognostizierte Plus von 50 Prozent in diesem Jahr tatsächlich erreichen lässt. Aktuell sehen wir aber keinen Grund, unsere Wachstumsprognose für den gesamten ITK-Markt zu revidieren."

Maik Haufe, Analyst und Teamleiter Vermögensverwaltung der quirin bank, meint, dass die aktuelle Debatte dazu führen wird, dass sich mehr Unternehmen mit dem Thema IT-Sicherheit beschäftigen. "Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen werden feststellen, dass sie ihre Daten nicht annähernd so gut schützen können, wie dies ein spezialisierter Cloud-Anbieter tun kann", so Haufe. "Die meisten dieser Unternehmen arbeiten mit standardisierten Software-Lösungen, die sich kosteneffizient und flexibel in der Cloud abbilden lassen. Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, gibt es mittelfristig keine Alternative zum Cloud Computing."

Unter Experten besteht kein Zweifel, dass die Nachfrage nach Cloud-Lösungen steigen wird. Ende Juni erst hatte Bill McDermott, Co-Chef von SAP, in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC gesagt, dass das Geschäft mit Dienstleistungen rund um die Cloud in Europa dreistellige Wachstumsraten aufweise. Die positiven Äußerungen ließen die Aktien des Walldorfer Software-Hauses um 4,6 Prozent steigen.

Qualitätsbescheinigung für Windows Azure

Laut eco-Studie ist der meist genutzte Dienst Software as a Service (SaaS). Hier wird der Zugriff auf Programme in der Cloud gewährt, die der Kunde dann beispielsweise über seinen Browser benutzen kann. Das bringt viele Vorteile mit sich: Der Nutzer kann nur selten benötigte Programme je nach Bedarf mieten und sich somit den Kauf sparen. Die Kapazitäten in der Cloud sind außerdem den Erfordernissen entsprechend skalierbar. Somit können Unternehmen auf wachsende Anforderungen oder kurzfristige Belastungsspitzen flexibel und vor allem kosteneffizient reagieren. Immer mehr Firmen nutzen diese Vorteile. Der Umsatz in diesem Segment soll jedes Jahr durchschnittlich um 53 Prozent wachsen und 2016 die Sechs-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.

Die anderen Cloud-Dienste Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) werden ähnlich hohe Wachstumsraten aufweisen können, allerdings von einer deutlich kleineren Basis aus: So richtet sich PaaS an die relativ kleine Zielgruppe der Webentwickler. Der Bereich IaaS vermietet keine Software, sondern bloße Rechenleistung und Speicherkapazität. 2013 setzt das Segment noch 310 Millionen Euro um, nach der Studie wird es jedoch schon 2016 die Grenze von einer Milliarde Euro Umsatz überschreiten.

Indes hat der Microsoft Cloud-Services Windows Azure eine weitere Qualitätsbestätigung erhalten. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte hat jetzt einen Service Organization Control (SOC) 2 Type 2 Report für Windows Azure herausgegeben. Damit bescheinigen die Gutachter, dass Kunden der Microsoft Cloud Plattform in Punkto Sicherheit, Verfügbarkeit und Datenschutz vertrauen können. Damit ist Windows Azure bisher die einzige Cloud Plattform, der dieses Siegel verliehen wurde.

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Gerald Erdmann   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 2:51:51 PM
Re: Dilemma
Zitat: "Einen Rechner in Deutschland stehen zu haben, ist also sicherer, weil die deutschen Gesetze schärfer sind?" Ja, weil die Bundesbhörden eben laut Gesetz nicht einfach Daten abzapfen dürfen. Die Amis dürfen aktuell unter dem Stichwort "Terrorabwehr" einfach alles, ohne sich eine richterliche Erlaubnis zu holen. Solch einen Freibrief gibt es in Deutschland (drzeit?) nicht.
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Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:54:59 AM
Re: Dilemma
Es geht doch nicht darum, was man zu verheimlichen hat, sondern es geht ums Prinzip. 
Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:54:58 AM
Re: Dilemma
Es geht doch nicht darum, was man zu verheimlichen hat, sondern es geht ums Prinzip. 
Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:54:57 AM
Re: Dilemma
Es geht doch nicht darum, was man zu verheimlichen hat, sondern es geht ums Prinzip. 
Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:53:27 AM
Re: Dilemma
Das zeigt: Am Ende brauchen wir gute Gesetze. Weil es ja eine schreiende Ungerechtigkeit ist, wenn man Experte sein muss, um Datensicherheit zu haben.  
Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:52:14 AM
Re: Dilemma
Einen Rechner in Deutschland stehen zu haben, ist also sicherer, weil die deutschen Gesetze schärfer sind?
Gerd   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/31/2013 11:48:39 AM
Re: Dilemma
Ich soll mir ein NAS zulegen, damit die NSA keinen Zugriff hat? ;-)
carmenreise   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/30/2013 1:05:01 PM
Re: Dilemma
Das ist wahrscheinlich gerade das Problem. Die meisten Ottonormalos denken, sie hätten nichts zu verbergen. Haben sie ja auch nicht, wenn man aus Polizeisicht schaut. Aus Hackersicht aber schon. Das ist für mich der Unterschied. Und was die NSA kann, glaube ich, können Hacker schon längst.
carmenreise   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/30/2013 1:03:04 PM
Re: Dilemma
Dafür kann man ja auch als Laie dieses Blog hier lesen und wird dann schlauer:)
Gerald Erdmann   Cloud Computing bleibt Wachstumsmarkt – Windows Azure ist Vorreiter   8/30/2013 8:29:46 AM
Re: Dilemma
Zitat: "Und wo steht ein solcher Rootserver? Im eigenen Wohnzimmer? In den USA?" Das kann man sich aussuchen. Du kannst dir ein NAS zulegen und es zu Hause betreiben. Die DSL-Leitung sollte dick genug sein. Schau mal bei Synology vorbei, da gibt es NAS mit allem möglichen Zeugs relativ einfach zu konfigurieren. Solch ein Gerät kann man natürlich auch in ein Rechenzentrum stellen, jedoch dort ein Platz für eigene Hardware kaum unter 50 Euro zu bekommen. In der Regel nimmt man Mietserver, die muss man dann aber eben einrichten können.

Wo die Server stehen hängt ganz vom Anbieter ab. Die meisten Anbieter in Deutschland haben hier eigene Rechenzentren. Mein Server steht z. B. in Nürnberg. Folglich gelten auch deutsche Gesetze, was Zugriff von Regierungsbehörden auf die physikalische Hardware angeht.
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