Dell empfiehlt Windows 8.

Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen

Christoph Strobel, Chef vom Dienst | 11/6/2012 | 6 Kommentare

Christoph Strobel
Der Einsatz neuer Technologien spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Modernisierung im öffentlichen Sektor geht. Experten rechnen vor, dass durch die umfassende Standardisierung von Prozessen und die Industrialisierung der IT Bund, Länder und Kommunen jährlich über drei Milliarden Euro sparen können. Unter diesen Voraussetzungen findet zur Zeit in Berlin die Messe Moderner Staat statt – nur wenige Tage nach dem Start von Windows 8 am 26. Oktober 2012.

Für Microsoft ist die Messe eine willkommene Gelegenheit, die Potenziale des neuen Betriebssystems für den öffentlichen Sektor zu präsentieren. In Kombination mit neuen Devices wie dem Surface und Tablet PCs, die Microsoft gemeinsam mit Hardware-Partnern auf den Markt bringt, soll Windows 8 zum Betriebssystem Nummer eins für den modernen Verwaltungsarbeitsplatz werden.

Behörden unter Zugzwang

Von heute auf morgen wird der Wechsel nicht gelingen. IT-Verantwortliche werden in den kommenden Monaten sehr genau beobachten, wie das neue Betriebssystem bei den Endnutzern angenommen wird. Auch wenn die Leistungsdaten überzeugen, erschließt sich die für Touch- und Desktop-Geräte gleichermaßen optimierte Benutzeroberfläche nicht Jedermann auf den ersten Blick. Auf der anderen Seite stehen die Behörden unter Zugzwang, da Microsoft den Support für die immer noch weitverbreitete Vor-Vor-Vorgängerversion Windows XP im April 2014 beenden wird.

Zudem müssen Behörden und Verwaltungen ihre Workflows und Kommunikationsstrukturen an die Trends Individualisierung und Mobilität anpassen und modernisieren. Nur so bleiben sie attraktiv für jüngere Generationen von Fachkräften und können effiziente und zeitgemäße Bürgerservices anbieten. "Mit Windows 8 bieten wir ein Betriebssystem, dass alle Ansprüche modernster Verwaltungskommunikation und -kollaboration erfüllt und gleichzeitig dank höchster Performance und Sicherheitsstandards die Effizienz und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Sektors steigert“, sagt Marianne Janik, Senior Director Public Sector und Mitglied der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland.

Ob das junge Betriebssystem auch tatsächlich den Anforderungen gewachsen ist, testet derzeit das Unternehmen Dataport. Der IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung im Norden Deutschlands plant für 2013 die Einbindung neuer Windows 8-Tablets in den Hamburger Verwaltungsbehörden. Holger Hauschildt, Leiter Client Hard- und Softwaremanagement bei Dataport, ist überzeugt: „Durch den Einsatz von Tablets mit Windows 8 bewahren wir eine homogene Infrastruktur, wie sie mit anderen Tablet-Systemen nicht möglich wäre.” Der Vorteil für die IT: „Es macht keinen Unterschied, ob wir Desktop PCs, Notebooks oder die Tablet-Testmodelle ins Netzwerk integrieren. Es handelt sich einfach um eine weitere Variante von Windows-Geräten, die genau wie die anderen behandelt werden”, so Hauschildt. Hamburger Verwaltungsmitarbeiter sollen künftig mit den neuen Windows 8-Tablets auf rund 1.500 verschiedene Fachanwendungen – von der einfachen Datenbankanwendung bis hin zum zentralen Einwohnermeldesystem – zugreifen können.

Nachfrage nach Apps steigt

Solche Szenarien treiben selbstverständlich die Nachfrage nach mobilen Verwaltungs-Apps. Microsoft hat den Bedarf erkannt und unterstützt diese Entwicklung in Richtung einer App-basierten Benutzung von Anwendungen. Gleichzeitig können Behörden auch eigene Windows 8-Apps entwickeln und so ihr Serviceangebot attraktiver machen. Die neue Microsoft Neustadt-App demonstriert, welche Möglichkeiten sich dadurch für die moderne Kommunikation zwischen Bürgern und Stadtverwaltung ergeben und wie Vernetzungslösungen das städtische Leben in vielen Bereichen vereinfachen können. Eine weitere individualisierte App-Lösung stellt der Microsoft-Partner Materna vor. Mit der Führungskräfte App, erhalten Verwaltungschefs eine digitale Handakte, die Sitzungsunterlagen oder Umläufe zur Mitzeichnung bequem und stets aktuell auf mobilen Devices zur Verfügung stellt.

Aber auch abseits der Behörden-Apps zeigt Microsoft mit dem Terminal ClinicAll ein Produkt für den Krankenhaus-Alltag. Der Tablet PC am Krankenbett soll den herkömmlichen Patienten-Fernseher ersetzen. Vom Krankenbett aus soll der Patient Zugriff auf das Internet und eine Vielzahl von Entertainment-Angeboten haben.

In der Mobilisierung von Anwendungen liegt die Stärke von Windows 8. Die Vorteile, die sich in diesem Feld für Behörden und Unternehmen ergeben, werden mögliche Probleme beim Wechsel verdrängen.

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Gerald Erdmann   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   12/4/2012 4:23:05 PM
Re: langsam aber unaufhaltbar
Du darfst moderne Flachbildschirme nicht mit moderner Technik verwechseln. Die Rechner dahinter sind in der Regel immer noch die alten "Gurken". Dazu kommt, das der Staat zu wenig Geld hat und somit die Server im Hintergrund und die Netzwerk dahin nicht wirklich dafür ausgestattet sind. Bis der Staat die dafür notwendigen Gelder bewilligt hat, vergehen Jahre. So hängt der Bedarf immer hinter her – der Staat muss ja mit der Technik kein Geld verdienen. :-/
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Karl Less   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   11/30/2012 4:43:47 PM
Weniger Personal dank Technik?
Müsstet man eigenlich erwarten, dass die technischen Innovationen im öffentlichen Dienst am Ende auch zu Personaleinsparungen führen müssten? De facto tut sich da wenig.  
anja   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   11/27/2012 3:33:31 PM
Re: langsam aber unaufhaltbar
Das sehe ich genauso. Allerdings glaube ich auch, dass Modernität und Effektivität mitunter Hand in Hand geht. Wenn ich beim Bürgeramt sitze und ich die Beamte hinter ihrem monströsen Rechner lediglich sagen höre "Es dauert noch einen Moment - mein Programm ist abgesürzt", frage ich mich schon, ob ein modernerer Rechner die Warteschlange draußen im Flur nicht um einiges verkürzen könnte...
Oliver Roman   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   11/27/2012 9:24:18 AM
Unwohl
Mir wäre unwohl bei dem Gedanken, dass öffentliche Einrichtungen nur noch mit Windows arbeiten. Die gewünschte "Modernisierung" ließe sich auch mit einem anderen Betriebssystem erreichen, Windows 8 ist da nicht zwingend. Meiner Ansicht nach ist für die beschränkten Aufgaben, die in der öffentlichen Verwaltung zu erledigen sind, ein freies, durchschaubares Unix-System wie Linux angemessen. Ob ein Staat durch das eingesetzte Betriebssystem in der Verwaltung modern wird, müsste erst noch durchdacht werden. Und ob ein derart moderner Staat überhaupt wünschenswert ist, ist ebenfalls eine offene Frage, meine ich.
Gerald Erdmann   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   11/10/2012 8:54:22 AM
Re: langsam aber unaufhaltbar
Ich brauche keine modernen Staat, ich brauche einen effektiven Staat! Die "modernen" Möglichkeiten der Technologien von vor einigen Jahren werden heute noch nicht ausgenutzt, ich bezweifle dass dies durch neue Technologie besser wird. Der "Dienstweg" wird dadurch nicht kürzer, sondern eher länger ... Die Entscheider sollten lieber mal den Nutzern über die Schulter schauen, was wo wie hakt. Manche Mitarbeiter bringen ihre privaten Mäuse mit, da der IT-Service outgesourct wurde und erst nächsten Monat mal wieder vorbeischaut ....
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a.nonym   Moderner Staat: Potenziale durch Windows 8 nutzen   11/7/2012 5:05:11 AM
langsam aber unaufhaltbar
Wenn Microsoft es schafft der Geschäftswelt komplette, selbstentwickelte, individualisierte und integrative Cloudlösungen anzubieten und dabei die Sicherheit der Daten gewährleisten kann werden alle von Windows 8 profitieren und im öffentlichen Dienst vegetieren ja noch zahllose Windows XP Rechner vor sich hin, die teilweise ja mehr Wartungszeit beanspruchen als Arbeitszeit ermöglichen. Wenn dann durch den Wechsel auf Windows 8 nicht nur eine Menge Geld gespart werden kann, sondern sich auch noch die Bearbeitungszeiten für den Bürger verkürzen freut sich auch Frau Maier von nebenan, ob mit oder ohne Tablet PC. Bis es soweit ist wird jedoch noch etwas Zeit vergehen, leider.


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